Geschichte der Umspannstationen

Straßen gehören zu den großen technischen Leistungen der Römer. Wie die Via Appia (von Rom nach Brindisi), so werden einige römische Straßen noch heute benutzt. Die Hunsrückhöhenstraße z.B. Iiegt auf einer römischen Straße. Eine Karte (z.B. in: Römer in Baden-Württemberg, S.58) ermöglicht den Schülern, Tradition und Wandel von Römerstraßen nachzuvollziehen. Kaiser Augustus ließ entlang der großen Straßen Stationen (statio, stabulum, mansio, mutatio genannt) einrichten. Hier fanden die Amtspersonen Unterkunft. Dieschnellen Kuriere schafften an einem Tag mit Pferdewechsel an die 5 bis 8 Umspannstationen, 71 bis 88 km von mansio bis mansio. An den Straßen informierten sich Reisende und Kuriere an Meilensteinen, wie weit es noch bis zur nächsten Station oder Siedlung war. Die Entfernung wurde in Meilen (eine röm. Meile = 1.478 m) oder - im germanischen Raum - in Leugen (eine keltische Leuge = 2.220 m) angegeben. Auch der Name des Kaisers, der sich um den Ausbau der Straße verdient gemacht hatte, stand auf solchen Steinen zu lesen. Damit waren die Meilensteine ein wichtiges Propagandamittel für den jeweiligen Kaiser.

Die Römer als Straßen- und Brückenbauer: das kann auf zwei Ebenen reflektiert werden. Straßen und Brücken als militärische Notwendigkeit. Soldaten und Kriegsgerät sollten möglichst rasch bewegt werden können. Straßen und Brücken aber auch als Vehikel der Kommunikation - für Warentransport, für Nachrichten, für die Begegnung von verschiedenen Menschen und Kulturen.

www.wissen.swr.de/sf/begleit/bg0020/bg_rr01a.htm

 

beispiel hessen
Wo der Main in den Rhein fließt, also in Mainz, bauten die Römer eine Brücke. Ihre Straßen zielten auf den Militärstützpunkt im Rheinknie, einmal von Süden, sozusagen von Rom aus, um über Köln weiter nach Britannien zu gelangen, einmal vom westlichen Trier aus an die Grenze und zudem von Metz aus über Kaiserslautern nach Worms. Dieses enge Wegenetz gab es wohl teilweise schon zu keltischer Zeit, und es blieb auch – wegen der Geländetopografie und wegen der Reiseziele – später auch Grundlage des Wegenetzes, z.B. bei den Karolingern. Rheinhessen erhielt so seine Struktur. In Alzey kreuzten sich die Straßen, Postwege entstanden mit Umspannstationen wie in Flonheim, das so zum Marktflecken wurde. Pilgerpfade durchzogen das Land abseits der Dörfer, aber mit Blick auf die Übernachtungsmöglichkeiten in den Städten

www.rheinhessenwein.de/
Rheinhessen bewegt – Straßen, Eisenbahnen und Radwege
von Volker Gallé

 

In Nürnberg gab um 1500 Erhard Etzlaub (10) die nach ihm benannten Etzlaub-Karten als Holzschnitte heraus: 1500 erschien seine gesüdete ROMWEG-KARTE im M 1 : 5 300 000, die neben Gebirgen in der für Karten vom Etzlaub-Typ charakteristischen wurstförmigen Darstellung — die Eifel ist nicht eingezeichnet —, Flüssen und Städten die wichtigsten Pilgerstraßen durch Deutschland nach Rom zeigt, die punktiert eingezeichnet sind .

Aus den Niederlanden kommen zwei Pilgerwege: Der westliche aus Belgien führt über Maastricht, Aachen, Hillesheim, Wittlich nach Trier und weiter über Saarbrücken an den Oberrhein; der östliche aus Holland verläuft über Geldern — Köln — Koblenz den Rhein entlang bis Worms und biegt dann nach Ulm ab. Bemerkenswert ist, daß die Karte zum ersten Mal Orte in der Eifel selbst bringt: Hillesheim und Wittlich. Sie müssen demnach wichtige Etappenstationen des westlichen Pilgerweges gewesen sein, wie sie ja später auch noch wichtige Umspannstationen für die Pferdepost waren.

http://www.jahrbuch-daun.de/VT/hjb1980/hjb1980.23.htm

Die kurpfälzische Regierung erließ 1740 eine Chausseeordnung. Eine Kommission sollte den Straßenbau vorantreiben und überwachen. Daran erinnert der Alzeyer Straßenstein an der Kreuznacher Straße: »Erbaut 1778, 1779, 1780.« (Rose, Denkmäler an Straßen und Wegen, in: Heimatjahrbuch Alzey-Worms 2004, S. 22 ff.). Die französische Revolution unterbrach diese Planungen. Dafür ließ Napoleon 1811 eine Straße von Mainz nach Paris, sozusagen ins moderne Rom, bauen. Heute noch heißt sie in Mainz...

www.rheinhessenwein.de/

 

beispiel goslar
1909 entschloss sich die Stadt Goslar, ein eigenes Gleichstromkraftwerk zu errichten, was damals für eine kleine Stadt wie Goslar als beachtenswerte Pionierleistung galt. Überlandkraftwerke gab es nicht, und so wurde das Gebäude an der Hildesheimer Straße als Kraftwerk der Stadt erreichtet. Als Antrieb für den Gleichstromumformer diente ein Dieselmotor, der eigentlich für den Antrieb der ersten U-Boote damaliger Zeit konzipiert war. Dieser Motor tat gut 50 Jahre seine Dienste.
1925 wurde die Energieversorgung der Stadt auf neue Gesellschafter aufgeteilt: die Thüringer Gasgesellschaft und die Nordharzer Kraftwerke GmbH, die fortan den Ausbau des Kraftwerkes, vor allem aber des Leitungsnetzes der Stadt vorantrieb. Im Kraftwerk wurde dafür 1928 eine zweite Dieselmaschine aufgebaut.
1949 begann die Umstellung auf ein gemeinsames Wechselstromnetz, das bis dato (seit 1912 mit Überlandleitungen aus Derenburg) zunächst nur industrielle Abnehmer versorgte. 1959 waren diese Arbeiten abgeschlossen; ein neues Leitungsnetz mit Umspannstationen war entstanden und alle Haushalte und Firmen konnten den „neuen“ Strom beziehen. Im Kraftwerk schaltete man am 20.08.1959 den U-Boot Motor ab, der zu diesem Zeitpunkt bereits den Status eines Museumsstücks hatte. Die Energieversorgung der Stadt wurde fortan durch Überlandleitungen sichergestellt; das Kraftwerk stellte seinen Dienst ein.
Nach der Demontage der Einrichtungen zog 1961 die Druckerei Toegel in das ehemalige Kraftwerk. Ab 1964 ließ sich für viele Jahre die Nordharzer Druckerei Lehmann K.G. in den Räumlichkeiten nieder, die dafür umfangreich umgebaut wurden. Später folgte noch eine Vermietung an das Versandhaus Quelle, das dort ein Lager betrieb. Zuletzt wurde das Kraftwerk nur noch als Lager durch die Nordharzer Kraftwerke (später Harz Energie) selbst genutzt...

http://www.kulturkraftwerk.de/

 

EUROPÄISCHES PARLAMENT
Generaldirektion Wissenschaft - Direktion A
STOA - Technikfolgenabschätzung
Themenpapier Nr. 05/2001 DE
PE Nr. 297.563 Februar 2001
ELEKTROMAGNETISCHE FELDER UND GESUNDHEIT



1.2. - Freileitungen und Ionen
In letzter Zeit wurden wiederholt Bedenken hinsichtlich
der Rolle von Ionen und Ladungsträgern geäußert, die
diese möglicherweise in Bezug auf ein erhöhtes
Krebsrisiko von in der Nähe von Hochspannungsfreileitungen
lebenden Personen spielen. Derartige
Leitungen erzeugen sogar Ladungsträger, die sich an in
der Luft vorhandene Schadstoffpartikel binden, mit
denen dann wiederum der Mensch in Kontakt kommt.
Der Schadstoff haftet an der Haut oder wird eingeatmet
und bleibt dann auf Grund seiner Ladung an der Lunge
haften. Die Hochspannungsfreileitung selbst ist zwar
unschädlich, doch sie zieht Schadstoffe in Auspuffgasen
usw. an und konzentriert diese.
1.3. - Umspannstationen
Die Medien sind voll von Horrorgeschichten über
Familien, die in der Nähe von Umspannstationen
wohnen und krank werden. Das ist erstaunlich, da
Umspannstationen in viel geringerem Maße elektrische
oder magnetische Felder erzeugen, als manch einer
annimmt. In jedem Haushalt gibt es zahlreiche EMFQuellen,
die stärker sind.
1.4. - Kabel
Wo elektrischer Strom fließt, entsteht ein magnetisches
Feld. Diese Grundprinzip bedeutet, dass sämtliche Kabel
Felder erzeugen, wenn sie im Einsatz sind.
Häufig konzentrieren sich die Bedenken auf unterirdische
Starkstromleitungen, da sie hohe Stromstärken
befördern. Diese Kabel verlaufen unter Fußwegen und
Straßen und haben aufgrund der Vielzahl von
Kabeltypen einen Nennstrombereich von 100 bis 550 A.
Dabei spielt die am Kabel anliegende Spannung im
Allgemeinen keine Rolle. Ein Kabel mit einer
Betriebsspannung von 230 V kann bei gleicher
Stromstärke das gleiche magnetische Feld erzeugen wie
ein Kabel mit einer Spannung von 11 000 V.
Bei noch höheren Spannungen treten allerdings einige
Unterschiede auf. Bei einigen Kabeln mit einer
Betriebsspannung von 33 000 V und bei fast allen
Kabeln mit darüber liegenden Spannungen ist es üblich,
drei einzelne Stränge zu einem Kabel
zusammenzufassen. Dabei werden die Stränge in einem
bestimmten Abstand zueinander verlegt. Dieser Abstand
verursacht jedoch stärkere Magnetfelder, als dies bei
einem unmittelbaren Zusammenlegen der Fall wäre.

 

beispiel hersteller-information, 2003
Die Umspannstationen
Das Stromversorgungssystem enthält drei verschiedene Typen von Umspannstationen:
• Eine Umspannstation, die direkt 825 Volt an die Hauptstromschiene liefert
• Eine Umspannstation, die einen Abspanntransformator enthält, der andere Infrastruktur wie Beleuchtung, Belüftung und Pumpen betreibt. Er liefert 380, 220 und 110 Volt.
• Eine Umspannstation, die eine Kombination dieser beiden Umspannstationen enthält.
Ursprünglich arbeitete das Personal in allen Umspannstationen rund um die Uhr und schaltete Einheiten nach telefonischer Aufforderung durch den an einem zentralen Standort arbeitenden Lastverteiler an und aus. Diese Aktivitäten wurden dann durch einen Rückruf bestätigt. Heute werden alle 26 Umspannstationen automatisch von diesem zentralen Lastverteilerzentrum aus gesteuert. Die Entfernungen zwischen den Umspannstationen betragen zwischen 800 und 1900 Metern, eine Umspannstation ist ca. 20 Kilometer entfernt.

Das Steuerungs-Konzept
Das automatisierte Steuerungssystem weist eine Struktur mit zwei Ebenen auf. Das Lastverteilerzentrum ist in jeder Umspannstation der höheren Ebene mit SPS 90-30 Stromnetz-Kommunikationseinrichtungen verbunden. Jede SPS-Einrichtung in den Umspannstationen steuert ihre Ausrüstung auf einer niedrigeren Ebene in Übereinstimmung mit Befehlen, die auf der höheren Ebene eingehen, und liefert die Daten zurück an das Lastverteilerzentrum.
Das Steuerungssystem basiert auf 3 PCs in der zentralen Befehlsstation, dem Lastverteilerzentrum. Zwei PCs werden als Viewer von zwei Bedienungspersonen verwendet, die den Betrieb des Netzes überwachen. Ein PC dient als Hauptserver. Auf diesen PCs läuft die Automatisierungs-Software CIMPLICITY. Der Hauptserver steuert und überwacht ca. 35.000 Datenpunkte im SCADA-Netz. Er generiert Alarmmeldungen, wenn aus den Umspannstationen empfangene Daten eingestellte Grenzen überschreiten, archiviert historische Daten und Aktionen des Bedienungspersonals und überwacht Systemtrends.
Die Bedienungspersonen sitzen an den beiden CIMPLICITY Viewer-Stationen und unterstützen Sendung und Eingang von Daten im Server. Sie haben Zugriff auf die Hauptdatenbank, um Einstellungen bei Bedarf anzupassen, bestätigen Alarmmeldungen und reagieren auf sie. Sie können sich auch historische Daten anzeigen lassen. Jede einzelne der 26 Umspannstationen kann als separater Bildschirm aufgerufen werden. Teile der elektrischen Stromkreise oder Ausrüstungsteile in der Umspannstation können angeklickt werden, um mehr Details zusammen mit den relevanten Strommessungen anzuzeigen.
Die Steuerungen vom Type Series 90-30 in der Umspannstation wurden mit der Versa Pro-Software von GE Fanuc programmiert. Sie verarbeiten die Daten, die zum Lastverteilerzentrum auf lokaler Ebene gesendet bzw. von dort empfangen werden. Entfernte Umspannstationen werden von 90-30 SPS Stromnetz-Kommunikationseinrichtungen überwacht und gesteuert, die über Standleitungen mit zwei 90-30-Einrichtungen im Netz des Lastverteilerzentrum kommunizieren. Diese 90-30-Einrichtungen sind mit Modems ausgestattet, bei denen es sich um eine Standardoption handelt, und übermitteln Daten mit dem SNP-X-Protokoll von GE Fanuc.
Positive Ergebnisse
Alex Turmanidze, ein SEMPER-Manager, erklärt: “Als das System in Betrieb ging, wurden die Erwartungen an die Systemplanung realisiert. Die Soft- und Hardware von GE Fanuc hat zu größerem Schutz und damit höherer Zuverlässigkeit der Stromversorgung im Metro-Netz geführt. Dem zentralen Lastverteiler stehen nun alle notwendigen Informationen über das ganze System zur Verfügung, was eine flexiblere Steuerung ermöglicht. Die stark verbesserte Effizienz und zentrale Steuerung hat im Vergleich zum Vorjahr auch zu Geldeinsparungen geführt.” Aufgrund der Systemplanung und Kompatibilität zukünftiger Software-Hochrüstungen lässt sich das Steuerungssystem mit neuer Hardware leicht erweitern, ohne dass das Netz neu konfiguriert werden muss.

http://www.tug.at/metro.html

 

beispiel drewag marketing, 2004
"Der lange Weg zu Ihrer Steckdose"
Sie wissen ja: Der Strom kommt aus der Steckdose. Doch bis dahin ist es ein langer Weg.

Der in eigenen Kraftwerken erzeugte oder bei unserem Vorlieferanten eingekaufte Strom wird über unser 110-kV-Hochspannungsnetz zu einem unserer Umspannwerke geleitet.

Hier wird die Hochspannung in eine Mittelspannung (10 kV oder 20 kV) umgewandelt, wir sagen dazu „transformiert“. Dann geht es über ein etwa 1.300 km langes Mittelspannungsnetz zu einer der ca. 1.600 Umspann- bzw. Kundenstationen im Stadtgebiet. Über die Kundenstationen werden z.B. zahlreiche Industriekunden mit Strom versorgt.

In den DREWAG-Umspannstationen erfolgt wiederum eine Umwandlung in eine niedrigere Spannung (230 V bzw. 400 V). Von hier aus versorgen nun etwa 2.800 km Niederspannungsleitungen annähernd 50.000 Hausanschlusskästen. Von da aus sind es dann nur noch wenige Meter bis zu Ihrer Steckdose.

Unsere DREWAG Werke


Die Umspannwerke
Sie wissen ja: An ihrer Steckdose liegen 230 Volt Spannung an. Bis der Strom jedoch bei Ihnen ist, hat er einen langen Weg zurückgelegt. Mindestens einmal quer durch Dresden!
Die Spannungsversorgung in der Stadt Dresden erfolgt über das 110-kV-Netz , das mit dem 110-kV-Netz im Umland verbunden ist. Über Großtransformatoren erfolgt eine Kopplung mit dem 380-kV-Verbundnetz.
In den Umspannwerken wird die Spannung von 110 kV auf die Verteilspannung von 10 kV oder 20 kV umgespannt.
Spannungen in den Umspannwerken
110/10 kV
110/20 kV
Elektrische Leistung
45 MVA bis 126 MVA
(installierte Transformatorleistung je Umspannwerk)
Anzahl der Umspannwerke in der Stadt Dresden
12 Stück


Die Umspannstationen
Die Transformatoren in den Umspannstationen wandeln die Spannung von 10 kV oder 20 kV in die für Privat- und Gewerbekunden nutzbare Spannung von 230 V bzw. 400 V.
Spannungen in den Umspannstationen
10/0,4 kV
Elektrische Leistung
160 kVA bis 630 kVA (je Transformator)
Anzahl der Umspannstationen in der Stadt Dresden
etwa 1600 Stück

http://www.drewag.de/

 

Beispiel Netzbetreiber